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Tour — Schweiz, Frankreich, Italien — ca. 1.950 km

Westalpen 2026

28. Juli 2026ca. 1.950 kmSchweiz, Frankreich, Italien

Acht Autos, sechs Tage, drei Länder. Was als Idee im Winter anfing, einmal quer durch die Westalpen und möglichst ohne Autobahn, stand Ende Juli tatsächlich in einer Reihe am Treffpunkt. Was danach kam, war die längste Ausfahrt, die das Kollektiv bisher gefahren ist.

Tag 1, nach Süden

Der erste Tag war Anfahrt, aber keine langweilige. Über den Schwarzwald zum Rheinfall bei Schaffhausen, der erste gemeinsame Halt: acht Autos auf einem Parkplatz und die übliche Viertelstunde, in der niemand losfahren will, weil alle noch reden.

Tag 2, Furka und Rhonegletscher

Am zweiten Tag wurde es alpin. Die Furka von Norden, früh, bei kaltem Licht. Kehre auf Kehre, kaum Verkehr, und oben am Rhonegletscher der Blick zurück auf die Straße, die man gerade gefahren ist. Es gibt Pässe, die man wegen des Asphalts fährt, und Pässe, die man wegen der Aussicht fährt. Die Furka ist beides.

Tag 3, Beaufortain und Barrage de Roselend

Dann Frankreich. Das Beaufortain ist der Teil der Tour, über den wir am meisten geredet haben und der am wenigsten bekannt ist: schmale Straßen, kaum Leitplanken, und mittendrin der Barrage de Roselend, eine Staumauer, über die die Straße einfach hinüberführt. Türkises Wasser auf der einen Seite, das Tal auf der anderen.

Straße über die Staumauer des Barrage de Roselend, aus der Luft
© Alexander Müller

Am Abend standen die Autos oben am See, Heckklappe auf, und die Diskussion drehte sich wie immer nicht um Rundenzeiten, sondern darum, welcher Pass am nächsten Tag zuerst drankommt.

Tag 4, Galibier, Madeleine, Mont Cenis

Der große Tag. Der Galibier ist keine Straße, die man abhakt. 2.642 Meter, und die letzten Kilometer fühlen sich an, als würde man über den Bergen fahren statt zwischen ihnen. Danach die Madeleine, wo am Passschild die inzwischen obligatorische Zeremonie stattfand: PCC-Aufkleber drauf, zwischen die hundert anderen.

Aufkleber am Passschild Col de la Madeleine, Altitude 2000
© Alexander Müller

Zum Abschluss der Mont Cenis, mit dem See auf der Passhöhe und dem Licht, das um diese Uhrzeit alles weich macht. Acht Autos in einer Reihe, und für ein paar Minuten hat niemand fotografiert.

Tag 5, Italien und das Valle Orco

Über die Grenze nach Piemont, hinauf ins Valle Orco. Weniger spektakulär als der Vortag, dafür ruhiger: enge Dörfer, alte Steinhäuser und eine Straße, die sich Zeit lässt. Der Tag, an dem die Tour vom Sammeln von Pässen zum Fahren zurückgefunden hat.

Tag 6, Gotthard und heimwärts

Zurück nach Norden über den Gotthard. Die Tremola mit ihrem Kopfsteinpflaster als letzter Pass der Tour, laut und ruppig und genau richtig als Abschluss. Danach wurde es Autobahn, und die Kolonne löste sich nach und nach auf, so wie das am Ende jeder Tour passiert.

Die Tour in Bildern

Die Kolonne von oben, am Straßenrand geparkt
© Alexander Müller
GT3 in Gulf-Lackierung, davor eine Person auf dem Parkplatz
© Alexander Müller
Fahrzeugreihe von vorn, silber, blau und weiß
© Alexander Müller
Gespräch am geöffneten Seitenfenster
© Alexander Müller
Weißer 911 GT3 auf der Bergstraße
© Alexander Müller
Mond über den Bergketten in der Dämmerung
© Alexander Müller
Drei 911 frontal hinter goldenem Gras
© Alexander Müller
Die Gruppe mit den Autos vor dem Bergpanorama
© Alexander Müller
GT3 in Gulf-Lackierung auf der Passhöhe
© Alexander Müller
Straße über die Staumauer des Barrage de Roselend, aus der Luft
© Alexander Müller
Kehre am Roselend von oben, die Autos in der Kurve geparkt
© Alexander Müller
Luftgekühlter 911 mit ausgefahrenem Heckspoiler und offener Tür am Bergsee
© Alexander Müller
Gruß aus dem Cabrio auf dem Parkplatz
© Alexander Müller
Blick ins Cockpit mit gelben Kontrastnähten, Hand an der Mittelkonsole
© Alexander Müller
Aufkleber am Passschild Col de la Madeleine, Altitude 2000
© Alexander Müller
Bergsee im Seitenspiegel während der Fahrt
© Alexander Müller
Pause unterhalb der Felswand, im Vordergrund ein roter Porsche
© Alexander Müller
Bergpanorama mit Wolken im Abendlicht
© Alexander Müller
Silberner 993 vor einer Efeuwand
© Alexander Müller
Blauer Cayman GT4 auf der Passstraße
© Alexander Müller
Dachlinie der geparkten Autos vor den Bergen
© Alexander Müller

Fazit

Sechs Tage, ca. 1.950 km, acht Autos, kein einziger Defekt. Der Roselend war die Entdeckung, der Galibier das Erlebnis, und die Madeleine hat jetzt einen Aufkleber mehr. Die Westalpen sind zu groß für eine Tour. Wir kommen wieder.

Die nächste Ausfahrt ist in Planung. Meldet euch, wenn ihr dabei sein wollt.