Westalpen 2026
Acht Autos, sechs Tage, drei Länder. Was als Idee im Winter anfing, einmal quer durch die Westalpen und möglichst ohne Autobahn, stand Ende Juli tatsächlich in einer Reihe am Treffpunkt. Was danach kam, war die längste Ausfahrt, die das Kollektiv bisher gefahren ist.
Tag 1, nach Süden
Der erste Tag war Anfahrt, aber keine langweilige. Über den Schwarzwald zum Rheinfall bei Schaffhausen, der erste gemeinsame Halt: acht Autos auf einem Parkplatz und die übliche Viertelstunde, in der niemand losfahren will, weil alle noch reden.
Tag 2, Furka und Rhonegletscher
Am zweiten Tag wurde es alpin. Die Furka von Norden, früh, bei kaltem Licht. Kehre auf Kehre, kaum Verkehr, und oben am Rhonegletscher der Blick zurück auf die Straße, die man gerade gefahren ist. Es gibt Pässe, die man wegen des Asphalts fährt, und Pässe, die man wegen der Aussicht fährt. Die Furka ist beides.
Tag 3, Beaufortain und Barrage de Roselend
Dann Frankreich. Das Beaufortain ist der Teil der Tour, über den wir am meisten geredet haben und der am wenigsten bekannt ist: schmale Straßen, kaum Leitplanken, und mittendrin der Barrage de Roselend, eine Staumauer, über die die Straße einfach hinüberführt. Türkises Wasser auf der einen Seite, das Tal auf der anderen.

Am Abend standen die Autos oben am See, Heckklappe auf, und die Diskussion drehte sich wie immer nicht um Rundenzeiten, sondern darum, welcher Pass am nächsten Tag zuerst drankommt.
Tag 4, Galibier, Madeleine, Mont Cenis
Der große Tag. Der Galibier ist keine Straße, die man abhakt. 2.642 Meter, und die letzten Kilometer fühlen sich an, als würde man über den Bergen fahren statt zwischen ihnen. Danach die Madeleine, wo am Passschild die inzwischen obligatorische Zeremonie stattfand: PCC-Aufkleber drauf, zwischen die hundert anderen.

Zum Abschluss der Mont Cenis, mit dem See auf der Passhöhe und dem Licht, das um diese Uhrzeit alles weich macht. Acht Autos in einer Reihe, und für ein paar Minuten hat niemand fotografiert.
Tag 5, Italien und das Valle Orco
Über die Grenze nach Piemont, hinauf ins Valle Orco. Weniger spektakulär als der Vortag, dafür ruhiger: enge Dörfer, alte Steinhäuser und eine Straße, die sich Zeit lässt. Der Tag, an dem die Tour vom Sammeln von Pässen zum Fahren zurückgefunden hat.
Tag 6, Gotthard und heimwärts
Zurück nach Norden über den Gotthard. Die Tremola mit ihrem Kopfsteinpflaster als letzter Pass der Tour, laut und ruppig und genau richtig als Abschluss. Danach wurde es Autobahn, und die Kolonne löste sich nach und nach auf, so wie das am Ende jeder Tour passiert.
Die Tour in Bildern





















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Fazit
Sechs Tage, ca. 1.950 km, acht Autos, kein einziger Defekt. Der Roselend war die Entdeckung, der Galibier das Erlebnis, und die Madeleine hat jetzt einen Aufkleber mehr. Die Westalpen sind zu groß für eine Tour. Wir kommen wieder.
Die nächste Ausfahrt ist in Planung. Meldet euch, wenn ihr dabei sein wollt.