Lago di Garda 2025
Um kurz nach sechs stand die Kolonne am Treffpunkt hinter Stuttgart: Kaffee aus dem Becher, letzte Blicke auf die Route, dann rollten wir los. Der Plan war einfach: nach Süden, über die Pässe, bis das Wasser kommt.
Anreise über Fernpass und Reschen
Hinter Kempten wurde es ernst. Der Fernpass war um diese Uhrzeit noch leer. Die ersten Kehren im Morgenlicht, der Sound beim Herunterschalten vor der Kehre, dahinter das Tal im Nebel. Am Reschen dann der klassische Halt: der Kirchturm im See, ein paar Fotos, weiter.

Im Vinschgau zog sich die Straße lang und ruhig durch die Apfelplantagen. Zeit zum Durchatmen, bevor es hinter Meran wieder eng wurde.
Der Süden beginnt am Gampenpass
Der Gampenpass war das heimliche Highlight der Tour: kaum Verkehr, griffiger Asphalt, Kehre auf Kehre durch dichten Wald. Wer mag, nimmt danach noch den Mendelpass mit. Wir haben es gemacht, und keiner hat es bereut.
An der Tankstelle vor Molveno der übliche Moment: fünf Autos, eine Zapfsäule, Espresso aus dem Automaten, und die Erkenntnis, dass italienischer Automatenespresso besser ist als deutscher Barista-Kaffee.

Ankunft, das erste Aufblitzen des Sees
Hinter dem letzten Tunnel vor Riva del Garda kommt der Moment, für den man die ganze Strecke gefahren ist: das erste Aufblitzen des Sees, eingerahmt von Felswänden, darunter die Gardesana mit ihren Galerien direkt am Wasser. Wir sind die Westufer-Straße bis Limone gefahren: langsam, Fenster runter, kein Ziel mehr.
Der Abend gehörte dem See: Pizza am Hafen, die Autos geparkt in einer Reihe, und Gespräche, die sich wie immer nicht um PS gedreht haben, sondern um Kurven.
Fazit
Drei Tage, ca. 1.200 km gesamt, zwei Pässe, die wir wieder fahren werden, und ein See, der den Weg jedes Mal wert ist. Der Gampenpass steht ab jetzt fest im Logbuch, und der Reschen bleibt der schönste Grenzübertritt, den man mit einem Porsche machen kann.
Die nächste Ausfahrt in den Süden kommt. Meldet euch, wenn ihr dabei sein wollt.